Startseite / BAFA-Förderung beantragen
BAFA-Förderung beantragen — Anleitung 2026
Dämmung, Fenster, Türen, Lüftung, Heizungsoptimierung: Für all das gibt es 15 % Zuschuss vom BAFA, mit Sanierungsfahrplan sogar 20 %. Der Antrag ist kein Hexenwerk — aber die Reihenfolge muss stimmen, sonst ist die Förderung weg.
Was das BAFA fördert
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) bezuschusst das BAFA Einzelmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden. Der Bauantrag muss mindestens fünf Jahre zurückliegen.
- Dämmung der Gebäudehülle — Außenwände, Dachflächen, oberste Geschossdecke, Kellerdecke und Bodenflächen.
- Fenster, Außentüren und Vorhangfassaden — Austausch oder Ertüchtigung.
- Sonnenschutzeinrichtungen mit automatisierter Steuerung.
- Anlagentechnik außer Heizung — vor allem Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.
- Heizungsoptimierung — hydraulischer Abgleich, Pumpentausch, Dämmung von Rohrleitungen.
Die Heizung selbst läuft woanders
Wärmepumpe, Pelletkessel oder Wärmenetzanschluss werden nicht vom BAFA gefördert, sondern von der KfW. Dafür brauchen Sie keine TPB, sondern eine Bestätigung zum Antrag — die finden Sie auf bza-direkt.de.
Wie viel Geld es gibt
Der Zuschuss beträgt 15 % der förderfähigen Ausgaben. Wer einen individuellen Sanierungsfahrplan vorlegt, bekommt 5 Prozentpunkte obendrauf — und, was oft übersehen wird, doppelt so hohe Höchstbeträge.
Worauf die Prozente gerechnet werden
Nicht auf die ganze Rechnung, sondern bis zu einem Höchstbetrag je Wohneinheit:
| Wohneinheiten | ohne iSFP | mit iSFP |
|---|---|---|
| Erste Wohneinheit | 30.000 € | 60.000 € |
| Wohneinheit 2 bis 6, je | 15.000 € | 30.000 € |
| Ab der 7. Wohneinheit, je | 8.000 € | 15.000 € |
Ein Beispiel. Einfamilienhaus, Fassade und Fenster für zusammen 40.000 €. Ohne Sanierungsfahrplan werden 30.000 € anerkannt, 15 % davon sind 4.500 €. Mit Fahrplan zählen die vollen 40.000 €, und auf den Anteil über 30.000 € kommen 5 Punkte dazu: 15 % auf 40.000 € plus 5 % auf 10.000 € — macht 6.500 €.
Mindestinvestition 300 € brutto. Stand September 2026, Angaben ohne Gewähr — maßgeblich sind die Förderrichtlinien zum Zeitpunkt Ihrer Antragstellung.
In sechs Schritten zum Zuschuss
- Angebot mit Förderbedingung einholen. Lassen Sie sich vom Fachbetrieb ein Angebot geben, das ausdrücklich unter der aufschiebenden oder auflösenden Bedingung der Förderzusage steht. Ohne diese Klausel gilt ein unterschriebener Auftrag als Vorhabenbeginn — und der kostet die komplette Förderung.
- Technische Projektbeschreibung erstellen lassen. Ein eingetragener Energieeffizienz-Experte prüft Ihr Vorhaben und legt die TPB im BAFA-Portal an. Daraus entsteht die TPB-ID. Privatpersonen haben dort keinen Zugang. Bei uns kostet das 120 € für alle Gewerke.
- Antrag im BAFA-Portal stellen — vor Vorhabenbeginn. Mit der TPB-ID füllen Sie den Antrag aus. Die ID ist zwei Monate gültig, danach brauchen Sie eine neue.
- Zuwendungsbescheid abwarten. Erst wenn er da ist, wird aus dem bedingten Angebot ein verbindlicher Auftrag.
- Maßnahme umsetzen. Sammeln Sie Rechnungen und Fachunternehmererklärung von Anfang an — nachträglich wird es mühsam.
- Verwendungsnachweis mit TPN einreichen. Für die Auszahlung braucht das BAFA den Technischen Projektnachweis und dessen TPN-ID. Frist: spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums.
Die drei häufigsten Fehler
1. Zu früh unterschrieben
Der mit Abstand teuerste Fehler. Ein Auftrag ohne Förderbedingung gilt als Vorhabenbeginn; danach lehnt das BAFA ab. Angebote einholen und planen dürfen Sie jederzeit.
2. TPB-ID abgelaufen
Zwei Monate Gültigkeit klingen lang, vergehen aber schnell, wenn das Angebot auf sich warten lässt. Beantragen Sie zügig, sobald die ID vorliegt.
3. Den Sanierungsfahrplan zu spät bedacht
Der iSFP muss vor dem Förderantrag vorliegen. Wer ihn nachreicht, verliert die 5 Prozentpunkte und die verdoppelten Höchstbeträge — bei größeren Vorhaben schnell mehrere tausend Euro. Mehr zum iSFP
Sie brauchen die TPB-ID?
Formular ausfüllen, wir prüfen Ihr Vorhaben und schicken die TPB-ID mit Anleitung — 120 € Festpreis für alle Gewerke.